Stottern beim Anfahren

  • Hi zusammen,


    Ich hoffe ihr könnt mir helfen.

    Ich habe mir die Woche einen Benzhou YY125T-19 Retro Roller gegönnt. Baujahr 2017 mit 2.800km.

    Laut vorbesitzer stand der gut ein Jahr. TÜV ist Frisch.

    Beim Anfahren stottert er, fast so als würde er sich verschlucken. Erst alle Schläuche auf Risse etc überprüft, könnte ja falschluft ziehen. Alles i.O.

    Dann ZK raus, war komplett schwarz, gereinigt und Gemisch etwas magerer gestellt.

    ASS getauscht, da mit isolierband geflickt worden ist. Der war übertrieben rissig. Beim Abbau war bissl Feuchtigkeit drin.

    Dann Membrane überprüft, war nass (Benzin).

    Neue zündkerze is unterwegs denke aber nicht das das hilfe schafft.

    Habe mir sicherheitshalber noch einen neuen Vergaser bestellt.

    Weiss echt nicht mehr weiter|| und hoffe ihr könnt da helfen. Egal was ich bisher versucht habe, er stottert beim Anfahren weiterhin. egal ob warm oder kalt.

    Gehe ich von Vollgas in leerlauf und reise den Hahn wieder auf, dann fällt er in ein kurzes leistungsloch und gibt dann ganz normal Gas.


    Danke und lg

  • Dann Membrane überprüft

    Welche meinst du? Die im Vergaser?

    Wenn nicht, dann überprüfe diese Mal. Einfach gegen das Licht halten und gucken, ob dort kleine Löcher sind.


    Danach würde ich die Ventile überprüfen und einstellen.

  • Die membrane vom Vergaser, die hat keine Löcher, keine quetschungen oder risse.

    Ventile einstellen hatte ich mir auch schon überlegt, meinst das würde mein Problem beheben?


    Danke schon mal für deine Mühen. is ja mega wie man hier geholfen wird🤣😁

  • Ventile sind beim 4 Takter jedenfalls sehr wichtig, damit der Motor vernünftig Kompression aufbaut und arbeiten kann.

    Was mir noch einfällt:

    Wie sehen die Variokugeln aus? Sind die noch rund?
    Und die Kupplung? Sind da noch Beläge vorhanden?

  • Würde das nicht theoretisch über die CO Schraube gehen?

    Die CO Schraube ist hauptsächlich für die Regulierung des Gasgemisches im Leerlauf zuständig.

    Es ist nämlich so, dass es 4 Bereiche gibt:

    1. Kalt-Startvorgang
    2. Leerlauf
    3. Beschleunigung (Teillast)
    4. Endgeschwindigkeit (Volllast)


    Zu 1:

    Für den Startvorgang ist die Kaltstartautomatik in Verbindung mit Nebendüse und Standgaseinstellung verantwortlich.
    Die Spritmenge ist durch den eingestellten Unterdruck vom Leerlauf (Warm) bestimmt.

    Der wiederum, durch die Größe der Nebendüse vorgegeben.

    Je größer die Nebendüse, je geringer der Unterdruck (für die gleiche Spritmenge im Leerlauf warm),

    je geringer ist die Spritmenge vom Kaltstarter.


    Und der Unterdruck im Leerlauf eingestellt, ist auch bei Vollgas, relevant.

    Allerdings, beim Chinaknaller, nur zu ca. 5%. Also gering.

    Bei groeßeren Versionen (125er oder z.b. Mercedes W123 mit Stromberg Vergaser) sehr viel groeßer.



    Zu 2:

    Der Leerlauf wird bestimmt durch die Gemischschraube und der Nebendüse.

    Kleinere Nebendüse gleich magerer. Größere Nebendüse gleich fetter.



    Zu 3:

    Vergasernadel höher oder runter hängen.

    Clip runter -> Nadel höher -> Gemisch fetter

    Clip höher -> Nadel tiefer -> Gemisch magerer



    Zu 4:

    Dafür ist die Hauptdüse verantwortlich. Größer bedeutet mehr Sprit und somit fetter. Kleiner und er läuft magerer bei Vollgas.


    Ich habe am Anfang, als ich mit Rollerschrauben anfing, gedacht, dass die Gemischeinstellung für alle Lastbereich zuständig sei. Dies ist aber falsch.

    Man muss genau analysieren in welchem Bereich der Roller zu mager, oder zu fett läuft.




    Ich fand dieses Video noch sehr interessant:

    Mit einer Zündkerze aus Glas kann man an der Farbe der Explosion erkennen, wie mager oder fett das Gemisch ist.

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